Wie bereits vor kurzem angekündigt hat das megadasher snowboard magazine einige Boards der preislichen Mittelklasse getestet und stellt in diesem Rahmen das Burton Dominant vor. In einigen Wochen stehen die Shops wieder voll von neuem Snowboard Stuff und die Wahl für das neue Lieblingsspielzeug fällt umso schwerer je weniger Infos man zum jeweiligen Brett hat. Um sich nicht auf die Werbetexte der Snowboardhersteller verlassen zu müssen gewähren wir einen kleinen Blick unter die Motorhaube Deines eventuell nächsten Snowboards.
Auf der Burton Snowboards Website 2008 steht zum Burton Dominant folgendes:
Mit dieser geilen Waffe aus deinem Arsenal ist nichts sicher vor deiner Schreckensherrschaft. Spots am Stadtrand, Stiegen, Felsenriffe und Abfahrtsrampen - mit dem Dominant hast du bei allem, was uns die Shred Götter bescheren, das Gefühl ein Skateboard zu fahren. Und das Beste am Dominant - mit den zurückversetzten Kanten des Slick kannst du Tricks auf Rails abziehen, die sonst nicht machbar wären.
Hossa, das hört sich ja toll an für jemanden der auf dem Rail geboren ist. Da die wenigsten von uns mehr als ein bis zwei Snowboards im ” Arsenal ” haben dürften wäre es doch schön zu wissen ob das Dominant noch mehr kann als nur auf dem Rail oder Flatground herum zu stylen.
Ja, es kann! Wobei dazu gesagt werden muss, dass es auf das Baujahr des Boards ankommt. In den Baujahren 2002 und 2003 war im Aufbau des Boards zu dem Biax Glasfaser Gelege, sprich der in zwei Richtungen verlegten Glasfasermatte, zusätzlich in Laufrichtung verlegtes Carbon zu finden. Dies sorgte
für
einen monströsen
Ollie PopDies sorgte für einen monströsen Ollie Pop, war zuglich aber auch für eine hähere torsionssteifigkeit verantwortlich, welche den meisten Ridern für einen reinrassigen Freestyler zu hart gewesen sein dürfte.
All das war einmal und soll uns nicht weiter beschäftigen. Im aktuellen 08er Dominant finden wir wieder die Biax Glasfaser, einen relativ leichten und stabilen Holzkern versiegelt durch eine robuste Seitenwange, welche auch einmal einen leichten Schlag von der Seite verträgt. Bei dem Shape hat man sich auf ein dirktionales Twintip verständigt was im Klartext heissen soll, dass Nose und Tail gleich lang und breit sind und man die Bindungsposition um einige wenige Millimeter nach hinten versetzt hat. das hat zur folge, dass man beim Kicker oder Rail anfahren auf seiner Schokoladenseite etwas entspannter stehen kann und das Snowboard etwas weniger dazu neigt zu verschneiden. Ein weiterer Pluspunkt folgt weiter unten im Text. Als Belag muss eine einfacher Lightspeed vision Base herhalten. Bei diesem klangvollen jhandelt es sich um einen pflegeleichten extrudierten Belag. Es ist kein Waxen von Nöten und Beschädigungen im Belagt lassen sich einfach reparieren. Seine eigentliche Stärke auf dem Rail kommt beim Burton Dominant durch sein negatives Kernprofil zustande. Klartext: Der Holkern ist zwischen den Bindungen dünner als im restliche Board, was zur Folge hat, dass bei einem Boardslide Nose und Tail etwas herunterhängen. Da durch wird der Slide stabilisiert, man rutscht weniger schnell ungewollt zur frontside oder backside vom Rail.
Bis zu diesem Punkt hört sich alles nach reinrassigem Park Board an. Ist es aber nicht. Das etwas Mehr an Breite welches das Dominant mit sich bringt kommt nicht nur der Landung hinter Kicker und Rail zu gute, sonder verhilft auch zu einem Plus beim Kantendruck auf der Piste. Die relativ kurze Nose und das ebenso kurze Tail sorgen dafür das eine verhältnismässig lange Kante im Schnee greift. Auch das sorgt dafür, dass man das Burton Dominant als brilianten Allrounder verkaufen kann. Das bereits angesprochene negative Kernprofil tut sein Übriges hinzu. Es ist nicht nur obtimal fürs Rail sondern macht das Board Schneebrett auch auf der Piste unbeschreiblich Fehlerverzeihend. Lediglich im Powder müssen abstriche gemacht werden. Obwohl die Bindungsposition leicht Richtung Tail verschoben wurden fallen einem schon nach wenigen Minuten vor Schmerzen die Oberschenkel ab. Schuld daran ist die kurze Nose, welche im Tiefschnee zum sich eingraben neigt, wenn man das Gewicht nicht sehr stark auf sein hinteres bein verlagert.
Besonderheit Burton Dominant Slick - Bei dem Slick sin die Stahlkanten im Bereich der Bindungen an Front und Backside nach innen versetzt. Dies hat den vorteil, dass wenn man bevorzugt auf dem Rail unterwegs ist die Stalkanten nich wie sonst üblich, rund gefeilt werden müssen um ein verkanten oder wegschmieren durch die Kanten zu verhindern.
Fazit: Wenn das Budget nicht vorsieht mehr als ein Snowboards sein Eigen zu nennen ist das Burton Dominant ein klasse allrounder mit Schwerpunkt Funpark. Abstriche im Powder mässen in kauf genommen werden, halten sich aber in Grenzen.
Snowboard Test-Berichte weiterer Mittelklasse Snowboards findest du unter:
Mittelklasse Snowboards im Test - Das Burton Royale
Mittelklasse Snowboards im Test - Das Burton Malolo
Fotos: burton.com