06. August 2007

Mittelklasse Snowboards im Test – Das Burton Dominant

Wie bereits vor kurzem angekündigt hat das megadasher snowboard magazine einige Boards der preislichen Mittelklasse getestet und stellt in diesem Rahmen das Burton Dominant vor. In einigen Wochen stehen die Shops wieder voll von neuem Snowboard Stuff und die Wahl für das neue Lieblingsspielzeug fällt umso schwerer je weniger Infos man zum jeweiligen Brett hat. Um sich nicht auf die Werbetexte der Snowboardhersteller verlassen zu müssen gewähren wir einen kleinen Blick unter die Motorhaube Deines eventuell nächsten Snowboards.

Auf der Burton Snowboards Website 2008 steht zum Burton Dominant folgendes:

Mit dieser geilen Waffe aus deinem Arsenal ist nichts sicher vor deiner Schreckensherrschaft. Spots am Stadtrand, Stiegen, Felsenriffe und Abfahrtsrampen – mit dem Dominant hast du bei allem, was uns die Shred Götter bescheren, das Gefühl ein Skateboard zu fahren. Und das Beste am Dominant – mit den zurückversetzten Kanten des Slick kannst du Tricks auf Rails abziehen, die sonst nicht machbar wären.

Hossa, das hört sich ja toll an für jemanden der auf dem Rail geboren ist. Da die wenigsten von uns mehr als ein bis zwei Snowboards im ” Arsenal ” haben dürften wäre es doch schön zu wissen ob das Dominant noch mehr kann als nur auf dem Rail oder Flatground herum zu stylen.

Ja, es kann! Wobei dazu gesagt werden muss, dass es auf das Baujahr des Boards ankommt. In den Baujahren 2002 und 2003 war im Aufbau des Boards zu dem Biax Glasfaser Gelege, sprich der in zwei Richtungen verlegten Glasfasermatte, zusätzlich in Laufrichtung verlegtes Carbon zu finden. Dies sorgte
für
einen monströsen
Ollie Pop
Dies sorgte für einen monströsen Ollie Pop, war zuglich aber auch für eine hähere torsionssteifigkeit verantwortlich, welche den meisten Ridern für einen reinrassigen Freestyler zu hart gewesen sein dürfte.

All das war einmal und soll uns nicht weiter beschäftigen. Im aktuellen 08er Dominant finden wir wieder die Biax Glasfaser, einen relativ leichten und stabilen Holzkern versiegelt durch eine robuste Seitenwange, welche auch einmal einen leichten Schlag von der Seite verträgt. Bei dem Shape hat man sich auf ein dirktionales Twintip verständigt was im Klartext heissen soll, dass Nose und Tail gleich lang und breit sind und man die Bindungsposition um einige wenige Millimeter nach hinten versetzt hat. das hat zur folge, dass man beim Kicker oder Rail anfahren auf seiner Schokoladenseite etwas entspannter stehen kann und das Snowboard etwas weniger dazu neigt zu verschneiden. Ein weiterer Pluspunkt folgt weiter unten im Text. Als Belag muss eine einfacher Lightspeed vision Base herhalten. Bei diesem klangvollen jhandelt es sich um einen pflegeleichten extrudierten Belag. Es ist kein Waxen von Nöten und Beschädigungen im Belagt lassen sich einfach reparieren. Seine eigentliche Stärke auf dem Rail kommt beim Burton Dominant durch sein negatives Kernprofil zustande. Klartext: Der Holkern ist zwischen den Bindungen dünner als im restliche Board, was zur Folge hat, dass bei einem Boardslide Nose und Tail etwas herunterhängen. Da durch wird der Slide stabilisiert, man rutscht weniger schnell ungewollt zur frontside oder backside vom Rail.

Bis zu diesem Punkt hört sich alles nach reinrassigem Park Board an. Ist es aber nicht. Das etwas Mehr an Breite welches das Dominant mit sich bringt kommt nicht nur der Landung hinter Kicker und Rail zu gute, sonder verhilft auch zu einem Plus beim Kantendruck auf der Piste. Die relativ kurze Nose und das ebenso kurze Tail sorgen dafür das eine verhältnismässig lange Kante im Schnee greift. Auch das sorgt dafür, dass man das Burton Dominant als brilianten Allrounder verkaufen kann. Das bereits angesprochene negative Kernprofil tut sein Übriges hinzu. Es ist nicht nur obtimal fürs Rail sondern macht das Board Schneebrett auch auf der Piste unbeschreiblich Fehlerverzeihend. Lediglich im Powder müssen abstriche gemacht werden. Obwohl die Bindungsposition leicht Richtung Tail verschoben wurden fallen einem schon nach wenigen Minuten vor Schmerzen die Oberschenkel ab. Schuld daran ist die kurze Nose, welche im Tiefschnee zum sich eingraben neigt, wenn man das Gewicht nicht sehr stark auf sein hinteres bein verlagert.

Besonderheit Burton Dominant Slick – Bei dem Slick sin die Stahlkanten im Bereich der Bindungen an Front und Backside nach innen versetzt. Dies hat den vorteil, dass wenn man bevorzugt auf dem Rail unterwegs ist die Stalkanten nich wie sonst üblich, rund gefeilt werden müssen um ein verkanten oder wegschmieren durch die Kanten zu verhindern.

Fazit: Wenn das Budget nicht vorsieht mehr als ein Snowboards sein Eigen zu nennen ist das Burton Dominant ein klasse allrounder mit Schwerpunkt Funpark. Abstriche im Powder mässen in kauf genommen werden, halten sich aber in Grenzen.

Snowboard Test-Berichte weiterer Mittelklasse Snowboards findest du unter:
Mittelklasse Snowboards im Test – Das Burton Royale
Mittelklasse Snowboards im Test – Das Burton Malolo

 

[mygal=burton-test-dominant]

Fotos: burton.com

02. Juli 2007

Snowboard Test – Burtons beste Mittelklasse

Snowboard Test , was soll das? Vorab eine kurzer Text in eigener Sache. Ich persönlich halte eigentlich nichts von Produkttests. Denn diese sind meistens subjektiv verfälscht. Da der Snowboardmarkt in den vergangenen Jahren aber so stark expandiert ist und die Marketing Abteilungen der Snowboardhersteller immer besser werden, fällt es immer schwerer das für sich optimale Brett zu finden. Ich habe es mir zur Aufgabe gemacht drei mittelklasse Boards von Burton Snowboards zu testen. Burton aus dem Grund, da ich hiermit in der Vergangenheit langfristig gesehen, die besten Erfahrungen gemacht habe. Denn wer möchte schon gern ein Board für eine Saison. Das ist ja wie mit der sprichwörtlichen Frau für eine N…, aber lassen wir das. Getestet wurden das Burton Dominant – nach Herstellerangaben als reinrassige Freestyle Maschine zu bezeichen; das Burton Royale – nach der Marketing Abteilung von Burton ein freestyleorientierter Allrounder und das Burton Malolo , welches man als missing link bezeichnen könnte. Das fehlende Bindeglied zwischen Freeride und Freestyle Snowboard. Die Boards werden in den folgen drei Berichten auf Herz und Nieren überprüft und unter der Haube nachgeschaut ob die Decks halten was der Hersteller verspricht, oder ob wohlmöglich viel mehr in der Mittelklasse von Burton steckt, als man den Snowboardkunden wissen lassen möchte. So stay tuned!

Burton Royale Base

08. März 2007

Burton Snowboard Dominant Bling LTD.

Egal wo ich gerade in Europa unterwegs bin, iwerde ich auf dieses eine Snowboard angesprochen. Das ist auch der Grund dafür, warum ich an dieser Stelle mein customized Burton Dominant Bling LTD. auf dem megadasher snowboard magazine vorstellen möhte. Bei dem Board handelt es sich um ein Burton Dominant 160 aus 2003. Standartmäßig ist das Deck in schwarz/weiss gehalten. Es gab aber eine limitierte Auflage in pink. Ich habe also dieses pinke Snowboard genommen und an Nose und Tail, mit variierendem Abstand, insgesamt 160 Löcher gebohrt. Die Löcher habe ich anschließen mit 160 Swarovski Diamanten bestückt. Die Fahreigenschaften haben sich durch den Eingriff nicht verändert und sind klasse wie am ersten Tag. In der Saison 2003 war das Burton Dominant noch ein sehr hochwertiges Board mit Carbon Beams, welch einen fetteren Pop herbeizauberten. Lediglich die Swarovski Klunker verabschieden sich hin und wieder und wollen ersetzt werden. Wer also auf Fotosessions mit fremden Touris steht, sich im Lift gern von Frauen anbaggern läßt oder sich einfach nur eine dickes “Respect” abholen möchte, muss nur mal etwas Zeit im Heimwerker-Keller verbringen. BlingBling!

[myginpage=burton-dominant-bling-ltd]